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Calcium beim BARF – Wie viel braucht ein Hund wirklich? Knochen, Calciumquellen und Dosierung (2026)

Calcium beim BARF – Wie viel braucht ein Hund wirklich? Knochen, Calciumquellen und Dosierung (2026)

Calcium beim BARF – Wie viel braucht ein Hund wirklich? Knochen, Calciumquellen und Dosierung (2026)

Calcium beim BARF: Warum ist dieser Mineralstoff so wichtig?

Calcium gehört zu den wichtigsten Mineralstoffen in der Ernährung eines Hundes.

Es erfüllt zahlreiche lebenswichtige Aufgaben:

  • Aufbau und Erhalt von Knochen und Zähnen
  • Unterstützung der Muskelbewegung
  • Funktion des Nervensystems
  • Blutgerinnung
  • Stabilisierung verschiedener Körperfunktionen

Besonders beim BARF spielt Calcium eine zentrale Rolle, da eine reine Fleischfütterung nicht automatisch ausreichend Calcium liefert.


Warum reicht Fleisch alleine nicht aus?

Viele Hundehalter beginnen mit BARF und denken:

"Ich füttere hochwertiges Fleisch, also bekommt mein Hund alles."

Das Problem:

Muskelfleisch enthält viel Phosphor, aber vergleichsweise wenig Calcium.

Das natürliche Verhältnis von Fleisch ohne Knochen ist deshalb unausgewogen.

Ein langfristiges Ungleichgewicht kann problematisch sein, insbesondere bei:

  • Welpen
  • Junghunden
  • großen Rassen
  • trächtigen Hündinnen

Das Calcium-Phosphor-Verhältnis beim Hund

Calcium und Phosphor arbeiten im Körper eng zusammen.

Das Verhältnis sollte ausgewogen sein.

Als häufig genannter Richtwert gilt:

Calcium : Phosphor ≈ 1,2 : 1

Das bedeutet:

Etwas mehr Calcium als Phosphor ist sinnvoll.


Wie viel Calcium braucht ein Hund?

Der genaue Bedarf hängt ab von:

  • Alter
  • Gewicht
  • Aktivität
  • Wachstum
  • Gesundheitszustand
  • Gesamtfutter

Erwachsene Hunde benötigen täglich ungefähr:

50–100 mg Calcium pro kg Körpergewicht

als grobe Orientierung.


Beispielrechnung Calciumbedarf

Hund:

30 kg

angenommener Bedarf:

80 mg Calcium/kg

Berechnung:

30 × 80 mg

= 2.400 mg Calcium pro Tag

Dieser Wert muss über die gesamte Ernährung gedeckt werden.


Calciumquellen beim BARF

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Calcium bereitzustellen.

1. Knochen

Knochen sind die klassische Calciumquelle.

Geeignet sind beispielsweise:

  • weiche Geflügelknochen
  • Hühnerhälse
  • Kalbsbrustbein
  • Lammknochen (je nach Größe)

Wichtig:

Nur geeignete Knochen verwenden.


2. Knochenmehl

Knochenmehl ist eine praktische Alternative.

Vorteile:

  • einfach dosierbar
  • gleichmäßiger Calciumgehalt
  • gut für Hunde, die keine Knochen vertragen

3. Algenkalk

Algenkalk besteht hauptsächlich aus Calciumcarbonat.

Vorteile:

  • natürliche Calciumquelle
  • fein dosierbar
  • einfache Anwendung

Besonders praktisch bei selbst zusammengestellten Rationen.


4. Eierschalenpulver

Eierschalen enthalten überwiegend Calciumcarbonat.

Sie können fein gemahlen als Ergänzung verwendet werden.


Knochen beim BARF: Worauf achten?

Knochen sind nicht automatisch für jeden Hund geeignet.

Wichtige Punkte:

✅ nur rohe Knochen füttern
✅ passende Größe wählen
✅ Hund beobachten
✅ langsam gewöhnen


Warum keine gekochten Knochen?

Gekochte Knochen verändern ihre Struktur.

Sie können:

  • spröde werden
  • splittern
  • Verletzungen verursachen

Deshalb:

Keine gekochten Knochen füttern.


Welche Knochen eignen sich für Anfänger?

Besonders beliebt:

  • Hühnerhälse
  • Hühnerflügel
  • weiche Knochen vom Geflügel

Härtere Knochen sollten nur erfahrenen Hunden gegeben werden.


Calcium bei Welpen

Welpen benötigen besondere Aufmerksamkeit.

Der Grund:

Das Skelett befindet sich im Wachstum.

Dabei gilt nicht:

"Je mehr Calcium, desto besser."

Ein Überangebot kann ebenfalls problematisch sein.

Besonders große Rassen benötigen eine kontrollierte Versorgung.


Calcium bei Senioren

Auch ältere Hunde benötigen Calcium.

Der Bedarf kann sich verändern durch:

  • weniger Aktivität
  • veränderte Verdauung
  • Zahngesundheit

Eine ausgewogene Versorgung bleibt wichtig.


Calcium bei Trockenbarf

Bei Trockenbarf hängt die Calciumversorgung von der Rezeptur ab.

Hochwertige Produkte berücksichtigen bereits:

  • Mineralstoffversorgung
  • Calciumgehalt
  • ausgewogene Zusammensetzung

Bei Ergänzungen sollte immer geprüft werden, ob bereits Calcium enthalten ist.


Häufige Fehler bei Calcium und BARF

Fehler 1: Nur Muskelfleisch füttern

Das häufigste Problem.

Muskelfleisch alleine ist keine vollständige BARF-Ration.


Fehler 2: Calcium "nach Gefühl" dosieren

Zu wenig und zu viel Calcium können problematisch sein.


Fehler 3: Knochenmenge falsch einschätzen

Nicht jeder Knochen liefert gleich viel Calcium.


Fehler 4: Welpen wie erwachsene Hunde füttern

Wachsende Hunde benötigen eine andere Planung.


Wie erkennt man Calcium-Mangel?

Mögliche Hinweise können sein:

  • Probleme mit Knochenentwicklung
  • Zahnprobleme
  • Veränderungen der Beweglichkeit

Eine genaue Beurteilung sollte immer fachlich erfolgen.


Beispiel einer ausgewogenen BARF-Ration

Hund:

25 kg

Tagesration:

600 g

Mögliche Aufteilung:

Bestandteil Menge
Muskelfleisch 300 g
Innereien 100 g
Knochen/Calciumquelle angepasst dosiert
Gemüse/Obst 150–200 g
Öl/Zusätze nach Bedarf

FAQ – Häufige Fragen zu Calcium beim BARF

Braucht jeder BARF-Hund Calcium?

Ja, Calcium muss ausreichend vorhanden sein.


Kann ich Calcium einfach über Knochen geben?

Ja, wenn der Hund Knochen verträgt und die Menge passt.


Wie viel Knochen braucht ein Hund?

Das hängt vom Calciumgehalt der Knochen und der restlichen Ernährung ab.


Ist Eierschalenpulver eine gute Calciumquelle?

Ja, bei richtiger Dosierung.


Kann ein Hund zu viel Calcium bekommen?

Ja. Besonders Welpen sollten nicht überversorgt werden.


Was ist besser: Knochen oder Algenkalk?

Beides kann sinnvoll sein. Die Wahl hängt von Hund und Fütterungskonzept ab.


Können kleine Hunde Knochen fressen?

Ja, geeignete weiche Knochen können möglich sein.


Warum ist Calcium beim BARF wichtiger als bei Fertigfutter?

Weil Fertigfutter normalerweise bereits mineralisch ausgewogen ergänzt wird.


Braucht Trockenbarf zusätzlich Calcium?

Nur wenn die Rezeptur keine ausreichende Versorgung bietet.


Kann ich Calcium und Mineralmix kombinieren?

Nur wenn die Gesamtversorgung berücksichtigt wird.


Fazit

Calcium ist einer der wichtigsten Bausteine einer ausgewogenen BARF-Ernährung. Besonders entscheidend ist nicht nur die Menge, sondern das richtige Verhältnis zwischen Calcium und Phosphor.

Wer BARF füttert, sollte daher nicht ausschließlich auf Fleisch setzen, sondern eine durchdachte Kombination aus Fleisch, Innereien, Calciumquelle und pflanzlichen Bestandteilen wählen.

Mit einer korrekt geplanten Calciumversorgung kann BARF eine abwechslungsreiche und hochwertige Ernährungsform für Hunde sein.

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