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Wie viel Trockenbarf braucht mein Hund? Futtermenge mit Tabelle und Rechner (2026)

Wie viel Trockenbarf braucht mein Hund? Futtermenge mit Tabelle und Rechner (2026)

Wie viel Trockenbarf braucht mein Hund? Futtermenge mit Tabelle und Rechner (2026)

Wie viel Trockenbarf braucht mein Hund? Futtermenge mit Tabelle und Rechner (2026)

Ein normalgewichtiger, ausgewachsener Hund benötigt beim Trockenbarf von Khouri’s als Ausgangspunkt etwa 0,6 Prozent seines Körpergewichts pro Tag. Ein Hund mit 20 Kilogramm Körpergewicht erhält damit ungefähr 120 Gramm Trockenbarf täglich.

Für übergewichtige Hunde nennt Khouri’s etwa 0,5 Prozent, für untergewichtige Hunde etwa 0,7 Prozent und für Welpen beziehungsweise Junghunde bis zu 1 Prozent des aktuellen Körpergewichts pro Tag. Diese Mengen sind Orientierungswerte und müssen an Aktivität, Alter, Körperbau, Gesundheitszustand und Gewichtsentwicklung des einzelnen Hundes angepasst werden.

Wie berechne ich die Trockenbarf-Menge für meinen Hund?

Die tägliche Futtermenge lässt sich mit einer einfachen Formel berechnen:

Körpergewicht in Kilogramm × Fütterungsfaktor = Trockenbarf in Gramm pro Tag

Für Khouri’s Trockenbarf gelten als Ausgangspunkt folgende Faktoren:

Körperzustand Anteil des Körpergewichts Einfache Rechnung
Übergewichtiger Hund etwa 0,5 % Körpergewicht × 5
Normalgewichtiger Hund etwa 0,6 % Körpergewicht × 6
Untergewichtiger Hund etwa 0,7 % Körpergewicht × 7
Welpe oder Junghund bis zu 1,0 % Körpergewicht × bis zu 10

Der Faktor funktioniert so einfach, weil 0,6 Prozent des Körpergewichts genau 6 Gramm Trockenbarf pro Kilogramm Körpergewicht entsprechen.

Beispiel für einen normalgewichtigen Hund

Ein Hund wiegt 20 Kilogramm:

20 × 6 = 120 Gramm Trockenbarf täglich

Wird der Hund zweimal am Tag gefüttert, erhält er ungefähr:

120 Gramm ÷ 2 = 60 Gramm pro Mahlzeit

Beispiel für einen übergewichtigen Hund

Ein Hund wiegt 30 Kilogramm:

30 × 5 = 150 Gramm Trockenbarf täglich

Bei deutlichem Übergewicht sollte die Futtermenge jedoch nicht ausschließlich anhand einer pauschalen Prozentformel festgelegt werden. In diesem Fall sollten Zielgewicht, Gesundheitszustand und geplante Geschwindigkeit der Gewichtsabnahme mit einer Tierarztpraxis abgestimmt werden.

Beispiel für einen untergewichtigen Hund

Ein Hund wiegt 15 Kilogramm:

15 × 7 = 105 Gramm Trockenbarf täglich

Unbeabsichtigter Gewichtsverlust sollte nicht allein durch mehr Futter ausgeglichen werden. Verliert Dein Hund trotz normaler Futteraufnahme Gewicht, sollte zunächst geklärt werden, ob eine Erkrankung, ein Zahnproblem, Parasiten oder eine Störung der Verdauung dahinterstecken.

Trockenbarf-Rechner für normalgewichtige Hunde

Für normalgewichtige, ausgewachsene Hunde kannst Du diese einfache Formel verwenden:

Körpergewicht in Kilogramm × 6 = tägliche Trockenbarf-Menge in Gramm

Beispiele

  • 5 kg Körpergewicht × 6 = 30 g täglich

  • 8 kg Körpergewicht × 6 = 48 g täglich

  • 10 kg Körpergewicht × 6 = 60 g täglich

  • 15 kg Körpergewicht × 6 = 90 g täglich

  • 20 kg Körpergewicht × 6 = 120 g täglich

  • 25 kg Körpergewicht × 6 = 150 g täglich

  • 30 kg Körpergewicht × 6 = 180 g täglich

  • 35 kg Körpergewicht × 6 = 210 g täglich

  • 40 kg Körpergewicht × 6 = 240 g täglich

Die Khouri’s-Fütterungsempfehlung verwendet dieselbe Grundlage und gibt für normalgewichtige Hunde etwa 0,6 Prozent des Körpergewichts täglich an.

Futtermenge für Trockenbarf nach Körpergewicht

Die folgende Tabelle zeigt die ungefähre tägliche Futtermenge für ausgewachsene Hunde. Sie basiert auf den aktuellen Khouri’s-Richtwerten von 0,5, 0,6 beziehungsweise 0,7 Prozent des Körpergewichts.

Körpergewicht Übergewichtig: 0,5 % Normalgewichtig: 0,6 % Untergewichtig: 0,7 %
2 kg 10 g 12 g 14 g
3 kg 15 g 18 g 21 g
4 kg 20 g 24 g 28 g
5 kg 25 g 30 g 35 g
7,5 kg 38 g 45 g 53 g
10 kg 50 g 60 g 70 g
12 kg 60 g 72 g 84 g
15 kg 75 g 90 g 105 g
20 kg 100 g 120 g 140 g
25 kg 125 g 150 g 175 g
30 kg 150 g 180 g 210 g
35 kg 175 g 210 g 245 g
40 kg 200 g 240 g 280 g
45 kg 225 g 270 g 315 g
50 kg 250 g 300 g 350 g

Die Werte dürfen sinnvoll gerundet werden. Für einen normalgewichtigen Hund mit 12 Kilogramm Körpergewicht kannst Du beispielsweise mit etwa 70 bis 75 Gramm täglich beginnen.

Ist 0,6 Prozent für jeden Hund die richtige Menge?

Nein. Die Angabe von 0,6 Prozent ist ein sinnvoller Ausgangspunkt für viele normalgewichtige, ausgewachsene Hunde. Sie kann aber nicht den individuellen Bedarf jedes Hundes exakt vorhersagen.

Der Energiebedarf eines Hundes steigt nicht vollkommen gleichmäßig mit jedem zusätzlichen Kilogramm Körpergewicht. In der wissenschaftlichen Bedarfsberechnung wird deshalb häufig mit dem sogenannten metabolischen Körpergewicht gearbeitet. Dabei wird das Körpergewicht mit dem Faktor 0,75 potenziert.

Die FEDIAF weist ausdrücklich darauf hin, dass keine einzelne Formel den Energiebedarf jedes Hundes exakt abbilden kann. Alter, Aktivität, Umgebung, Rasse, Temperament, Fell, Körperzustand und mögliche Erkrankungen können den tatsächlichen Bedarf deutlich verändern. Fütterungstabellen dienen daher immer nur als Ausgangspunkt.

Entscheidend ist nicht, ob Du dauerhaft exakt 0,6 Prozent fütterst. Entscheidend ist, ob Dein Hund mit dieser Menge:

  • sein gesundes Gewicht hält,

  • eine erkennbare Taille besitzt,

  • weder zu- noch abnimmt,

  • seine Muskulatur erhält,

  • leistungsfähig und aktiv bleibt,

  • das Futter gut verträgt.

Warum braucht ein kleiner Hund pro Kilogramm oft mehr als ein großer Hund?

Kleine Hunde besitzen im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht häufig einen höheren Energiebedarf als große Hunde. Ein fünf Kilogramm schwerer Hund benötigt daher pro Kilogramm Körpergewicht meist mehr Energie als ein 40 Kilogramm schwerer Hund.

Das ist einer der Gründe, weshalb eine reine Prozentrechnung nie vollkommen exakt sein kann. Sie ist für den Alltag sehr einfach und bietet einen praktischen Startwert. Anschließend muss die tatsächliche Entwicklung des Hundes beobachtet werden.

Bei sehr kleinen, sehr großen, besonders aktiven oder ungewöhnlich ruhigen Hunden kann die passende Menge stärker vom Tabellenwert abweichen.

Warum ist die Trockenbarf-Menge geringer als bei klassischem Barf?

Beim klassischen Barf besteht ein großer Teil des Futtergewichts aus natürlichem Wasser. Während der Herstellung von Trockenbarf wird den Zutaten dagegen ein erheblicher Teil dieser Feuchtigkeit entzogen.

Dadurch werden Fleisch, Fett und weitere Nährstoffe pro 100 Gramm stärker konzentriert. Dein Hund benötigt deshalb deutlich weniger Trockenbarf als frisches oder tiefgekühltes Barf.

Ein Hund, der beispielsweise mehrere Hundert Gramm Frisch-Barf pro Tag erhält, braucht nicht dieselbe Grammmenge Trockenbarf. Eine direkte Übertragung der klassischen Barf-Fütterungsmenge würde meist zu einer erheblich zu großen Portion führen.

Die tägliche Trockenbarf-Menge sollte deshalb immer im trockenen Zustand berechnet und abgewogen werden.

Wird die Futtermenge vor oder nach dem Einweichen gewogen?

Trockenbarf wird vor dem Einweichen im trockenen Zustand abgewogen.

Benötigt Dein Hund laut Berechnung 120 Gramm Trockenbarf pro Tag, wiegst Du 120 Gramm trockenes Futter ab. Anschließend gibst Du die empfohlene Wassermenge hinzu.

Durch das Wasser wird die Mahlzeit schwerer und voluminöser, enthält aber nicht mehr Energie.

Beispiel

  • 120 g Trockenbarf

  • 180 ml Wasser

  • Gesamtgewicht nach dem Aufgießen: ungefähr 300 g

Die relevante Futtermenge bleibt trotzdem bei 120 Gramm Trockenbarf.

Du solltest daher niemals die eingeweichte Mahlzeit wiegen und daraus rückwirkend die Futtermenge ableiten. Je nachdem, wie viel Wasser verwendet wurde, könnte das Ergebnis stark schwanken.

Wie teile ich die Tagesmenge auf mehrere Mahlzeiten auf?

Die berechnete Menge ist die gesamte Trockenbarf-Menge für einen Tag.

Bei zwei Mahlzeiten wird die Menge halbiert.

Beispiel für einen Hund mit 20 Kilogramm

Tagesmenge:

20 kg × 6 = 120 g Trockenbarf

Bei zwei Mahlzeiten:

120 g ÷ 2 = 60 g pro Mahlzeit

Bei drei Mahlzeiten:

120 g ÷ 3 = 40 g pro Mahlzeit

Für viele ausgewachsene Hunde sind zwei portionierte Mahlzeiten gut im Alltag umsetzbar. Welpen, sehr kleine Hunde oder Hunde mit bestimmten gesundheitlichen Besonderheiten können mehrere kleinere Mahlzeiten benötigen.

Wie viel Trockenbarf braucht ein fünf Kilogramm schwerer Hund?

Ein normalgewichtiger Hund mit fünf Kilogramm Körpergewicht benötigt nach der Khouri’s-Grundformel ungefähr:

5 kg × 6 = 30 g Trockenbarf täglich

Für einen übergewichtigen Hund wären es als Ausgangspunkt etwa 25 Gramm, für einen untergewichtigen Hund ungefähr 35 Gramm täglich.

Die Menge kann auf eine oder mehrere Mahlzeiten verteilt werden.

Wie viel Trockenbarf braucht ein zehn Kilogramm schwerer Hund?

Ein normalgewichtiger Hund mit zehn Kilogramm Körpergewicht benötigt ungefähr:

10 kg × 6 = 60 g Trockenbarf täglich

Bei zwei Mahlzeiten entspricht das etwa 30 Gramm pro Mahlzeit.

Wie viel Trockenbarf braucht ein 20 Kilogramm schwerer Hund?

Ein normalgewichtiger Hund mit 20 Kilogramm benötigt ungefähr:

20 kg × 6 = 120 g Trockenbarf täglich

Bei zwei Mahlzeiten werden jeweils etwa 60 Gramm gefüttert.

Ein ruhiger oder zu Übergewicht neigender Hund kann weniger benötigen. Ein sehr aktiver Hund kann dagegen einen höheren Energiebedarf haben.

Wie viel Trockenbarf braucht ein 30 Kilogramm schwerer Hund?

Ein normalgewichtiger Hund mit 30 Kilogramm Körpergewicht benötigt ungefähr:

30 kg × 6 = 180 g Trockenbarf täglich

Bei zwei Mahlzeiten entspricht das etwa 90 Gramm pro Mahlzeit.

Wie viel Trockenbarf braucht ein 40 Kilogramm schwerer Hund?

Ein normalgewichtiger Hund mit 40 Kilogramm Körpergewicht benötigt nach der Grundformel ungefähr:

40 kg × 6 = 240 g Trockenbarf täglich

Da der Energiebedarf großer Hunde nicht vollkommen linear mit dem Körpergewicht steigt, sollte die Entwicklung des Hundes besonders aufmerksam beobachtet werden.

Wie lange reicht ein 800-Gramm-Beutel Trockenbarf?

Du kannst die Reichweite eines Beutels mit dieser Formel berechnen:

Beutelinhalt ÷ tägliche Futtermenge = Anzahl der Fütterungstage

Reichweite eines 800-Gramm-Beutels

Körpergewicht Tagesmenge bei 0,6 % Ungefähre Reichweite
5 kg 30 g 26 bis 27 Tage
10 kg 60 g 13 Tage
15 kg 90 g knapp 9 Tage
20 kg 120 g knapp 7 Tage
25 kg 150 g gut 5 Tage
30 kg 180 g gut 4 Tage
40 kg 240 g gut 3 Tage

Beispiel

Ein normalgewichtiger Hund mit zehn Kilogramm erhält ungefähr 60 Gramm Trockenbarf täglich:

800 g ÷ 60 g = 13,3 Tage

Ein 800-Gramm-Beutel reicht damit ungefähr 13 Tage.

Mineralmix, Futteröl, Leckerlis und mögliche weitere Futterbestandteile sind in dieser Berechnung nicht berücksichtigt.

Wie erkenne ich, ob die Futtermenge stimmt?

Die Waage ist hilfreich, aber sie ist nicht der einzige Maßstab. Entscheidend ist auch der Körperzustand Deines Hundes.

Bei einem Hund mit einem idealen Körperzustand sollten:

  • die Rippen gut tastbar sein,

  • die Rippen nicht unter einer dicken Fettschicht verschwinden,

  • von oben eine Taille erkennbar sein,

  • der Bauch von der Seite leicht aufgezogen erscheinen,

  • keine deutlichen Fettpolster entstehen.

Die FEDIAF empfiehlt für Hunde einen Body Condition Score von ungefähr 4 bis 5 auf einer neunstufigen Skala. Gleichzeitig sollte nicht nur das Körperfett, sondern auch die Muskulatur beurteilt werden.

Ein stark bemuskelter Hund kann bei gleichem Gewicht deutlich schlanker aussehen als ein Hund mit wenig Muskulatur und höherem Körperfettanteil. Das reine Gewicht sagt daher nicht alles über die passende Futtermenge aus.

Wie passe ich die Trockenbarf-Menge an?

Beginne mit dem Tabellenwert, der am besten zu Gewicht und Körperzustand Deines Hundes passt.

Beobachte anschließend über einen Zeitraum von etwa zwei bis drei Wochen:

  • Bleibt das Gewicht stabil?

  • Verändert sich die Taille?

  • Werden die Rippen schwerer oder leichter tastbar?

  • Wirkt der Hund satt und ausgeglichen?

  • Bleibt seine Aktivität gleich?

  • Verändert sich die Kotmenge oder -konsistenz?

Nimmt Dein Hund langsam zu, obwohl er nicht zunehmen soll, kannst Du die Futtermenge in kleinen Schritten reduzieren.

Nimmt Dein Hund ab, obwohl sein Gewicht stabil bleiben soll, kannst Du die Menge vorsichtig erhöhen.

Praktisch sind Anpassungen von etwa fünf bis zehn Prozent. Eine Tagesmenge von 120 Gramm könnte beispielsweise zunächst auf 110 Gramm reduziert oder auf 130 Gramm erhöht werden.

Die FEDIAF betont ebenfalls, dass berechnete Energiemengen nur Startwerte sind und angepasst werden müssen, wenn ein Hund zu- oder abnimmt.

Wann sollte ich den Hund wiegen?

Nach einer Futterumstellung oder einer Anpassung der Portionsgröße solltest Du Deinen Hund regelmäßig unter vergleichbaren Bedingungen wiegen.

Bei kleinen Hunden sind bereits wenige Hundert Gramm relevant. Bei größeren Hunden fallen kleinere Veränderungen auf einer normalen Personenwaage möglicherweise weniger deutlich auf.

Neben dem Gewicht solltest Du die Körperform beobachten und die Rippen abtasten. Ein stabiles Gewicht ist nicht automatisch ideal, wenn der Hund gleichzeitig Muskulatur verliert und Körperfett aufbaut.

Braucht ein kastrierter Hund weniger Trockenbarf?

Kastrierte Hunde können einen geringeren Energiebedarf haben als vergleichbare nicht kastrierte Hunde. Das trifft jedoch nicht automatisch auf jeden Hund zu.

Das Merck Veterinary Manual verwendet bei der Schätzung des täglichen Energiebedarfs beispielsweise unterschiedliche Faktoren:

  • nicht kastrierter erwachsener Hund: etwa 1,8 × Ruheenergiebedarf,

  • kastrierter erwachsener Hund: etwa 1,6 × Ruheenergiebedarf,

  • zu Übergewicht neigender Hund: etwa 1,4 × Ruheenergiebedarf.

Auch diese Faktoren sind nur Ausgangswerte und müssen anhand der tatsächlichen Gewichtsentwicklung angepasst werden.

Wird Dein Hund nach der Kastration ruhiger oder nimmt er bei unveränderter Fütterung zu, solltest Du die tägliche Menge überprüfen. Die Menge muss aber nicht vorsorglich bei jedem kastrierten Hund stark reduziert werden.

Braucht ein aktiver Hund mehr Trockenbarf?

Ein aktiver Hund kann deutlich mehr Energie benötigen als ein ruhiger Familienhund. Entscheidend ist jedoch, was mit „aktiv“ gemeint ist.

Ein längerer Spaziergang am Wochenende macht einen Hund noch nicht zu einem Hochleistungshund. Einen deutlich erhöhten Bedarf können beispielsweise haben:

  • regelmäßig arbeitende Hütehunde,

  • Jagdhunde während intensiver Einsätze,

  • Schlittenhunde,

  • Sporthunde mit anspruchsvollem Training,

  • Hunde mit mehreren Stunden intensiver Bewegung täglich.

Die FEDIAF nennt für Hunde mit weniger als einer Stunde geringer Aktivität pro Tag niedrigere Energiebedarfswerte als für Hunde mit drei bis sechs Stunden Arbeit oder intensiver Bewegung. Selbst Hunde gleichen Gewichts können daher sehr unterschiedliche Futtermengen benötigen.

Bei aktiven Hunden sollte nicht nur die Futtermenge, sondern auch die Energiedichte und Fettversorgung der gesamten Ration betrachtet werden.

Braucht ein Senior weniger Trockenbarf?

Ältere Hunde benötigen nicht automatisch immer weniger Futter. Viele Senioren bewegen sich weniger und haben dadurch einen geringeren Energiebedarf. Andere ältere Hunde bleiben bis ins hohe Alter aktiv.

Die FEDIAF nennt für ältere Hunde im Durchschnitt niedrigere Energiebedarfswerte als für junge erwachsene Hunde, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass aktive Senioren mehr benötigen können als der Altersdurchschnitt.

Wichtig ist außerdem, dass ältere Hunde trotz eines möglicherweise sinkenden Kalorienbedarfs ausreichend hochwertiges Protein und alle notwendigen Nährstoffe erhalten.

Verliert ein älterer Hund Gewicht oder Muskulatur, sollte die Futtermenge nicht einfach unkontrolliert erhöht werden. Zahnprobleme, Schmerzen, Erkrankungen oder eine eingeschränkte Nährstoffaufnahme sollten tierärztlich ausgeschlossen werden.

Wie viel Trockenbarf braucht ein Welpe?

Khouri’s gibt für Welpen und Junghunde als Ausgangspunkt bis zu 1 Prozent des aktuellen Körpergewichts täglich an. Ein Welpe mit zehn Kilogramm Körpergewicht kann damit bis zu etwa 100 Gramm Trockenbarf pro Tag erhalten.

Die genaue Menge hängt jedoch stark ab von:

  • dem aktuellen Alter,

  • dem aktuellen Gewicht,

  • dem erwarteten Endgewicht,

  • der Wachstumsgeschwindigkeit,

  • der Rasse beziehungsweise Größe,

  • dem Aktivitätsniveau,

  • der Energiedichte der Sorte.

Bei Welpen reicht es nicht aus, nur die richtige Grammmenge zu bestimmen. Auch Calcium, Phosphor, Vitamin D, Spurenelemente und die gesamte Energieversorgung müssen zum Wachstum passen.

Die FEDIAF warnt davor, Welpen unbegrenzt fressen zu lassen. Eine zu hohe Energieversorgung kann das Wachstum beschleunigen und besonders bei großen und sehr großen Rassen die Entwicklung des Skeletts belasten.

Trockenbarf, das als Ergänzungsfuttermittel gekennzeichnet ist, muss deshalb gerade bei Welpen exakt nach Herstellerempfehlung ergänzt werden. Eine unkontrollierte Dosierung von Calcium oder Mineralpulver ist nicht empfehlenswert.

Warum ist Khouri’s Trockenbarf ein Ergänzungsfuttermittel?

Khouri’s kennzeichnet sein Trockenbarf als Ergänzungsfuttermittel, weil die für eine vollständige Ration erforderlichen Mineralstoffe und Spurenelemente separat über den abgestimmten Mineralmix hinzugefügt werden. Zusätzlich wird das vorgesehene Futteröl ergänzt.

Die berechnete Trockenbarf-Menge beschreibt daher zunächst die Menge des eigentlichen Trockenbarfs.

Zusätzlich kommen entsprechend der jeweiligen Dosierung hinzu:

  • Mineralmix,

  • Futteröl,

  • Wasser zum Einweichen.

Die Ergänzungen sollten nicht dauerhaft weggelassen werden, da eine fleischbasierte Mischung allein nicht automatisch alle benötigten Mineralstoffe und Spurenelemente in passender Menge enthält.

Muss das Futteröl bei der Kalorienmenge berücksichtigt werden?

Futteröl liefert zusätzliche Energie. Wird die Ölmenge deutlich erhöht oder werden mehrere energiereiche Ergänzungen gleichzeitig verwendet, kann dies die tägliche Kalorienaufnahme erhöhen.

Das bedeutet nicht, dass das vorgesehene Öl weggelassen werden sollte. Es gehört zur abgestimmten Mahlzeit und erfüllt wichtige ernährungsphysiologische Aufgaben.

Du solltest jedoch nicht nach Gefühl große Mengen Öl zusätzlich über das Futter geben. Verwende die empfohlene Dosierung und berücksichtige weitere energiereiche Bestandteile wie:

  • zusätzliche Öle,

  • fettreiche Snacks,

  • Käse,

  • Wurst,

  • Kauartikel,

  • Essensreste.

Ein Hund kann trotz korrekt abgewogener Hauptmahlzeit zunehmen, wenn täglich viele zusätzliche Kalorien über Belohnungen aufgenommen werden.

Werden Leckerlis von der Tagesmenge abgezogen?

Kleine Mengen kalorienarmer Belohnungen fallen bei einem aktiven Hund möglicherweise kaum ins Gewicht. Viele Kauartikel und Trainingssnacks enthalten jedoch eine beträchtliche Energiemenge.

Erhält Dein Hund täglich viele Leckerlis, sollten diese bei der Gesamtfütterung berücksichtigt werden.

Eine mögliche Vorgehensweise ist:

  1. Trockenbarf-Tagesmenge berechnen.

  2. Teil der trockenen Tagesmenge für Training zurückhalten.

  3. Zusätzliche Snacks bewusst begrenzen.

  4. Gewicht und Körperzustand beobachten.

  5. Hauptfutter bei regelmäßigen energiereichen Snacks entsprechend anpassen.

Gerade bei kleinen Hunden kann bereits ein vergleichsweise kleiner Snack einen erheblichen Anteil des Tagesbedarfs ausmachen.

Wie berechnet eine Tierarztpraxis den Energiebedarf?

Für eine genauere Berechnung wird häufig zunächst der Ruheenergiebedarf, der sogenannte Resting Energy Requirement oder RER, geschätzt:

RER = 70 × Körpergewicht in Kilogramm hoch 0,75

Anschließend wird der RER mit einem Faktor multipliziert, der beispielsweise Alter, Kastrationsstatus, Aktivität oder Gewichtsziel berücksichtigt.

Das Merck Veterinary Manual nennt für gesunde erwachsene Hunde beispielsweise Faktoren von etwa 1,6 für kastrierte und 1,8 für nicht kastrierte Hunde.

Beispiel für einen 20 Kilogramm schweren Hund

Ruheenergiebedarf:

70 × 20⁰·⁷⁵ = ungefähr 662 Kilokalorien täglich

Für einen kastrierten erwachsenen Hund wäre ein möglicher Ausgangswert:

662 × 1,6 = ungefähr 1.059 Kilokalorien täglich

Um daraus eine genaue Futtermenge in Gramm zu berechnen, muss zusätzlich der Energiegehalt der jeweiligen Trockenbarf-Sorte bekannt sein:

Täglicher Energiebedarf ÷ Kilokalorien pro Gramm = Futtermenge in Gramm

Auch diese Berechnung bleibt eine Schätzung. Das Merck Veterinary Manual weist ausdrücklich darauf hin, dass die berechnete Kalorienmenge anhand der tatsächlichen Reaktion des Hundes angepasst werden muss.

Prozentrechner oder Kalorienrechner: Was ist besser?

Der Prozentrechner ist einfacher:

Körpergewicht × 5, 6 oder 7 = Gramm pro Tag

Er eignet sich gut als alltagstauglicher Startwert und entspricht der Fütterungsempfehlung von Khouri’s.

Ein Kalorienrechner kann genauer sein, wenn:

  • der Energiegehalt der Sorte bekannt ist,

  • der Hund stark über- oder untergewichtig ist,

  • der Hund besonders klein oder sehr groß ist,

  • ein hohes sportliches Leistungsniveau vorliegt,

  • eine Erkrankung besteht,

  • ein genauer Gewichtsplan erstellt werden soll.

Für einen gesunden, normalgewichtigen erwachsenen Hund kannst Du zunächst die Khouri’s-Prozentformel verwenden und die Menge anschließend anhand von Gewicht und Körperzustand anpassen.

Was tun, wenn der Hund trotz richtiger Menge zunimmt?

Nimmt Dein Hund bei der errechneten Menge zu, prüfe zunächst:

  • Werden alle Mahlzeiten genau abgewogen?

  • Erhält er zusätzliche Leckerlis?

  • Bekommt er Kauartikel?

  • Frisst er bei anderen Haushaltsmitgliedern mit?

  • Wird mehr Öl als empfohlen verwendet?

  • Hat sich seine Aktivität verändert?

  • Wurde er kürzlich kastriert?

  • Können Medikamente oder Erkrankungen das Gewicht beeinflussen?

Reduziere die Futtermenge nicht drastisch auf eigene Faust. Kleine Anpassungen sind leichter zu beurteilen und verringern das Risiko, dass die Nährstoffzufuhr unnötig stark sinkt.

Bei deutlichem Übergewicht, schneller Gewichtszunahme oder erfolglosen Abnehmversuchen ist eine tierärztlich begleitete Gewichtsreduktion sinnvoll.

Was tun, wenn der Hund trotz richtiger Menge abnimmt?

Nimmt Dein Hund ungewollt ab, obwohl er die berechnete Futtermenge vollständig frisst, können verschiedene Ursachen infrage kommen:

  • höherer Energieverbrauch,

  • sehr aktiver Stoffwechsel,

  • zu niedrige Futtermenge,

  • Verdauungsstörung,

  • Parasiten,

  • Zahnprobleme,

  • Schmerzen,

  • hormonelle oder andere Erkrankungen.

Du kannst die Menge bei einem ansonsten gesunden Hund schrittweise erhöhen und die Entwicklung beobachten.

Bei starkem, anhaltendem oder unerklärlichem Gewichtsverlust sollte jedoch eine Tierarztpraxis aufgesucht werden. Besonders wichtig ist das, wenn zusätzlich Durchfall, Erbrechen, auffälliger Durst, Müdigkeit oder verändertes Fressverhalten auftreten.

Die häufigsten Fehler bei der Berechnung der Trockenbarf-Menge

Die klassische Barf-Menge übernehmen

Frisch-Barf enthält deutlich mehr Wasser. Die gleiche Grammmenge Trockenbarf wäre daher meist viel zu hoch.

Die eingeweichte Mahlzeit wiegen

Die Futtermenge wird trocken abgewogen. Das Wasser erhöht lediglich das Gesamtgewicht der Mahlzeit.

Nur auf das Körpergewicht schauen

Aktivität, Alter, Körperzustand und Gesundheit beeinflussen den Bedarf erheblich.

Leckerlis und Kauartikel vergessen

Zusätzliche Snacks können die tägliche Energieaufnahme deutlich erhöhen.

Die Menge täglich stark verändern

Häufige große Schwankungen erschweren die Beurteilung. Beginne mit einem Richtwert und passe ihn schrittweise an.

Untergewicht ohne Ursachenklärung behandeln

Ein dünner Hund braucht nicht automatisch nur mehr Futter. Unbeabsichtigter Gewichtsverlust kann medizinische Ursachen haben.

Mineralmix und Futteröl weglassen

Bei einem Ergänzungsfuttermittel müssen die vorgesehenen Ergänzungen entsprechend der Fütterungsempfehlung hinzugefügt werden.

Häufige Fragen zur Trockenbarf-Futtermenge

Wie viel Trockenbarf braucht ein Hund pro Kilogramm Körpergewicht?

Ein normalgewichtiger ausgewachsener Hund erhält beim Trockenbarf von Khouri’s als Ausgangspunkt etwa sechs Gramm pro Kilogramm Körpergewicht täglich. Übergewichtige Hunde erhalten ungefähr fünf Gramm, untergewichtige Hunde ungefähr sieben Gramm pro Kilogramm.

Wie viel Prozent Trockenbarf sollte ein Hund bekommen?

Khouri’s empfiehlt für normalgewichtige ausgewachsene Hunde etwa 0,6 Prozent des Körpergewichts täglich. Für übergewichtige Hunde werden etwa 0,5 Prozent und für untergewichtige Hunde ungefähr 0,7 Prozent als Ausgangspunkt verwendet.

Wie viel Trockenbarf braucht ein zehn Kilogramm schwerer Hund?

Ein normalgewichtiger Hund mit zehn Kilogramm benötigt ungefähr 60 Gramm Trockenbarf täglich. Bei zwei Mahlzeiten entspricht das etwa 30 Gramm pro Mahlzeit.

Wie viel Trockenbarf braucht ein 20 Kilogramm schwerer Hund?

Ein normalgewichtiger Hund mit 20 Kilogramm benötigt ungefähr 120 Gramm Trockenbarf täglich. Bei zwei Mahlzeiten werden jeweils etwa 60 Gramm gefüttert.

Wie viel Trockenbarf braucht ein 30 Kilogramm schwerer Hund?

Ein normalgewichtiger Hund mit 30 Kilogramm erhält als Ausgangspunkt ungefähr 180 Gramm Trockenbarf täglich.

Wie viel Trockenbarf braucht ein Welpe?

Khouri’s gibt für Welpen und Junghunde bis zu ein Prozent des aktuellen Körpergewichts täglich an. Weil der Bedarf während des Wachstums stark von Alter und erwartetem Endgewicht abhängt, müssen Gewichtsentwicklung und Mineralstoffversorgung besonders sorgfältig kontrolliert werden.

Wird Trockenbarf vor oder nach dem Einweichen gewogen?

Trockenbarf wird immer im trockenen Zustand abgewogen. Das anschließend hinzugegebene Wasser erhöht das Gewicht und Volumen, aber nicht den Energiegehalt des Futters.

Muss ich die Wassermenge zur Futtermenge dazurechnen?

Nein. Benötigt Dein Hund 100 Gramm Trockenbarf, wiegst Du 100 Gramm trockenes Futter ab. Das Wasser wird anschließend zusätzlich hinzugegeben.

Muss ein kastrierter Hund weniger Trockenbarf bekommen?

Nicht zwangsläufig. Viele kastrierte Hunde haben einen geringeren Energiebedarf, andere bleiben unverändert aktiv und halten ihr Gewicht. Entscheidend ist die tatsächliche Gewichtsentwicklung.

Wie oft sollte ich die Futtermenge anpassen?

Die Futtermenge sollte angepasst werden, wenn Dein Hund deutlich zu- oder abnimmt, sich sein Aktivitätsniveau verändert oder eine neue Lebensphase beginnt. Kleine Änderungen von etwa fünf bis zehn Prozent lassen sich meist besser beurteilen als große, plötzliche Anpassungen.

Wie viel Trockenbarf braucht ein Senior?

Für Senioren gibt es keine einheitliche Prozentzahl. Ruhige ältere Hunde benötigen häufig weniger Energie, aktive Senioren können dagegen weiterhin einen normalen Bedarf haben. Körpergewicht, Muskulatur und Gesundheitszustand sind entscheidend.

Wie lange reicht ein 800-Gramm-Beutel Trockenbarf?

Bei einem normalgewichtigen Hund mit zehn Kilogramm und einer Tagesmenge von 60 Gramm reicht ein 800-Gramm-Beutel ungefähr 13 Tage. Bei einem 20 Kilogramm schweren Hund mit 120 Gramm Tagesmenge reicht er knapp sieben Tage.

Fazit: Wie viel Trockenbarf braucht mein Hund?

Ein normalgewichtiger ausgewachsener Hund erhält beim Trockenbarf von Khouri’s als Ausgangspunkt etwa 0,6 Prozent seines Körpergewichts täglich.

Die einfache Formel lautet:

Körpergewicht in Kilogramm × 6 = Gramm Trockenbarf pro Tag

Ein Hund mit 20 Kilogramm Körpergewicht benötigt damit zunächst ungefähr 120 Gramm täglich.

Für übergewichtige Hunde können etwa 0,5 Prozent, für untergewichtige Hunde etwa 0,7 Prozent und für Welpen beziehungsweise Junghunde bis zu 1 Prozent als Orientierung dienen.

Die berechnete Menge ist jedoch kein unveränderlicher Wert. Kontrolliere regelmäßig Gewicht, Taille, Rippen und Muskulatur Deines Hundes. Nimmt er zu oder ab, sollte die Portionsgröße schrittweise angepasst werden.

Khouri’s Trockenbarf wird trocken abgewogen, anschließend entsprechend der Zubereitungsempfehlung mit Wasser aufgegossen und mit dem vorgesehenen Mineralmix und Futteröl vervollständigt.

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