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Schonend getrocknetes Trockenbarf mit natürlichen Zutaten

Kalt getrocknetes Hundefutter oder klassisches Trockenfutter? Warum die Herstellung einen großen Unterschied machen kann

Kalt getrocknetes Hundefutter oder klassisches Trockenfutter? Warum die Herstellung einen großen Unterschied machen kann

Kalt getrocknetes Hundefutter – warum die Herstellung mehr Einfluss hat, als viele Hundehalter denken

Wer vor dem Regal mit Hundefutter steht oder online nach einem hochwertigen Futter sucht, wird schnell feststellen, dass die Auswahl riesig ist. Begriffe wie Premium, natürlich, schonend verarbeitet oder kalt getrocknet finden sich auf zahlreichen Verpackungen. Doch was steckt tatsächlich dahinter?

Viele Hundehalter achten inzwischen nicht mehr nur auf den Fleischanteil oder den Preis. Immer häufiger stellt sich die Frage, wie ein Hundefutter überhaupt hergestellt wird. Denn die Art der Verarbeitung kann Einfluss darauf haben, wie die Zutaten aussehen, wie transparent die Rezeptur ist und welche Eigenschaften das fertige Produkt besitzt.

Besonders beliebt ist inzwischen schonend getrocknetes Hundefutter, häufig auch als Trockenbarf bezeichnet. Es verbindet die einfache Lagerung eines Trockenfutters mit einer Rezeptur, die sich stärker an einer natürlichen Ernährung orientiert.

In diesem Artikel erklären wir, worin sich die verschiedenen Herstellungsverfahren unterscheiden und worauf Hundehalter beim Kauf achten sollten.


Warum die Herstellung von Hundefutter wichtig ist

Die Zutaten eines Futters sind nur ein Teil der Geschichte. Ebenso entscheidend ist die Frage, wie diese Zutaten verarbeitet werden.

Man kann sich das ähnlich vorstellen wie bei Lebensmitteln für Menschen: Frisches Gemüse, schonend gegartes Gemüse und stark industriell verarbeitete Produkte unterscheiden sich nicht nur im Aussehen, sondern auch in ihrer Struktur und Zusammensetzung.

Auch bei Hundefutter gibt es unterschiedliche Herstellungsverfahren, die jeweils Vor- und Nachteile haben.

Die beiden häufigsten Varianten sind:

  • klassisches extrudiertes Trockenfutter
  • schonend getrocknetes Hundefutter (Trockenbarf)

Wie entsteht klassisches Trockenfutter?

Die meisten Trockenfuttersorten werden im sogenannten Extrusionsverfahren hergestellt.

Dabei werden die Zutaten zunächst fein zerkleinert und zu einer homogenen Masse verarbeitet. Anschließend wird diese Masse unter Druck und Wärme durch eine Form gepresst. Danach werden die Kroketten getrocknet und häufig mit Fetten oder Geschmacksstoffen überzogen.

Dieses Verfahren bietet mehrere Vorteile:

  • hohe Produktionskapazitäten
  • gleichmäßige Form und Größe
  • lange Haltbarkeit
  • einfache Lagerung

Dadurch kann Trockenfutter wirtschaftlich produziert und über längere Zeit gelagert werden.


Was bedeutet schonend getrocknetes Hundefutter?

Bei schonend getrocknetem Hundefutter wird den Zutaten überwiegend das Wasser entzogen, um sie haltbar zu machen.

Je nach Hersteller kommen unterschiedliche Trocknungsverfahren zum Einsatz. Ziel ist es, die Zutaten möglichst naturbelassen zu verarbeiten und gleichzeitig ein lagerfähiges Produkt zu erhalten.

Typische Bestandteile sind:

  • Fleisch
  • Innereien
  • Gemüse
  • Obst
  • Kräuter
  • natürliche Öle

Viele Hersteller legen dabei Wert auf eine transparente Deklaration und verzichten auf unnötige Zusätze.


Trockenbarf – die Verbindung aus BARF und Alltag

Viele Hundehalter möchten ihren Hund möglichst natürlich ernähren. Gleichzeitig fehlt im Alltag oft die Zeit oder der Platz, um regelmäßig mit tiefgekühltem Frischfleisch zu arbeiten.

Hier setzt Trockenbarf an.

Es orientiert sich am BARF-Gedanken, ist jedoch deutlich einfacher im täglichen Umgang.

Die Vorteile:

  • keine Tiefkühltruhe notwendig
  • einfach zu lagern
  • ideal für Reisen
  • leicht zu portionieren
  • lange haltbar

Vor dem Füttern wird Trockenbarf in der Regel mit Wasser eingeweicht und erhält dadurch eine angenehm weiche Konsistenz.


Warum transparente Zutatenlisten so wichtig sind

Ein hochwertiges Hundefutter sollte nachvollziehbar sein.

Leider finden sich auf manchen Verpackungen sehr allgemeine Angaben wie:

  • tierische Nebenerzeugnisse
  • Fleisch und tierische Bestandteile
  • pflanzliche Nebenerzeugnisse

Für Hundehalter ist dadurch kaum erkennbar, welche Zutaten tatsächlich enthalten sind.

Eine transparente Deklaration könnte beispielsweise so aussehen:

  • 55 % Rind
  • 20 % Innereien
  • 15 % Gemüse
  • 10 % Obst und Kräuter

Je genauer die Zutaten angegeben werden, desto leichter lässt sich die Qualität einschätzen.


Welche Rolle spielen Innereien?

Ein hochwertiges Futter besteht nicht ausschließlich aus Muskelfleisch.

Innereien liefern viele natürliche Mikronährstoffe und gehören zu einer ausgewogenen BARF-Ernährung.

Dazu zählen unter anderem:

  • Leber
  • Herz
  • Niere
  • Milz

Sie liefern unter anderem:

  • Vitamin A
  • verschiedene B-Vitamine
  • Eisen
  • Kupfer
  • Zink

Deshalb enthalten viele hochwertige Trockenbarf-Produkte bewusst einen Anteil an Innereien.


Gemüse und Obst – mehr als nur eine Beilage

Neben Fleisch spielen pflanzliche Zutaten ebenfalls eine wichtige Rolle.

Gemüse kann Ballaststoffe liefern und sorgt für Abwechslung im Napf.

Beliebte Zutaten sind:

  • Karotten
  • Kürbis
  • Zucchini
  • Rote Bete
  • Pastinaken

Obst ergänzt viele Rezepturen durch natürliche Pflanzenstoffe.

Häufig verwendet werden:

  • Äpfel
  • Bananen
  • Heidelbeeren
  • Johannisbeeren

Die Kombination aus tierischen und pflanzlichen Bestandteilen orientiert sich am Grundgedanken einer abwechslungsreichen Ernährung.


Woran erkennt man hochwertiges Hundefutter?

Nicht jede hochwertige Verpackung garantiert auch hochwertige Inhalte.

Achte besonders auf folgende Punkte:

Transparente Deklaration

Der Hersteller sollte offen angeben, welche Zutaten enthalten sind.

Bekannte Fleischquelle

Die Tierart sollte klar erkennbar sein.

Natürliche Zutaten

Eine kurze und verständliche Zutatenliste spricht häufig für eine übersichtliche Rezeptur.

Sinnvolle Ergänzungen

Natürliche Öle oder Kräuter können eine ausgewogene Ernährung sinnvoll ergänzen.


Häufige Irrtümer über Trockenbarf

"Trockenbarf ist einfach normales Trockenfutter."

Nein. Beide Produkte sind zwar trocken und lange haltbar, unterscheiden sich jedoch häufig in Herstellung, Zusammensetzung und Ernährungskonzept.


"Je höher der Fleischanteil, desto besser."

Ein hoher Fleischanteil ist wichtig, sagt allein aber noch nichts über die Gesamtqualität aus.

Ebenso entscheidend sind:

  • Herkunft der Zutaten
  • Qualität des Fleisches
  • ausgewogene Rezeptur
  • transparente Deklaration

"Natürlich bedeutet automatisch besser."

Der Begriff "natürlich" ist nicht gesetzlich einheitlich definiert.

Deshalb lohnt sich immer ein Blick auf die Zutatenliste und die genaue Zusammensetzung.


So gelingt die Umstellung auf Trockenbarf

Jeder Hund reagiert unterschiedlich auf eine Futterumstellung.

Deshalb empfiehlt sich ein langsamer Wechsel.

Tag 1 bis 3

Etwa 25 % des bisherigen Futters durch Trockenbarf ersetzen.

Tag 4 bis 6

Den Anteil auf ungefähr 50 % erhöhen.

Tag 7 bis 9

Rund 75 % Trockenbarf füttern.

Ab Tag 10

Wenn der Hund das Futter gut verträgt, kann vollständig umgestellt werden.

Während dieser Zeit sollte immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung stehen.


FAQ – Häufige Fragen

Ist kalt getrocknetes Hundefutter besser als Trockenfutter?

Beide Futterarten haben unterschiedliche Eigenschaften. Viele Hundehalter entscheiden sich für schonend getrocknetes Hundefutter, wenn sie Wert auf transparente Zutaten und eine an der BARF-Ernährung orientierte Rezeptur legen.


Muss Trockenbarf eingeweicht werden?

Das Einweichen wird in der Regel empfohlen. Es verbessert die Wasseraufnahme und sorgt für eine angenehmere Konsistenz.


Ist Trockenbarf auch für Reisen geeignet?

Ja. Da keine Kühlung erforderlich ist und das Futter leicht portioniert werden kann, eignet sich Trockenbarf besonders gut für Urlaube, Camping oder längere Autofahrten.


Wie lange ist Trockenbarf haltbar?

Trockenbarf ist durch die schonende Trocknung deutlich länger haltbar als Frischfleisch. Die genaue Haltbarkeit hängt vom jeweiligen Produkt und den Lagerbedingungen ab.


Enthält Trockenbarf künstliche Zusatzstoffe?

Das ist abhängig vom Hersteller. Ein Blick auf die Zutatenliste zeigt, ob unnötige Zusatzstoffe enthalten sind oder ob die Rezeptur auf natürliche Zutaten setzt.


Fazit: Nicht nur die Zutaten, sondern auch die Herstellung zählt

Wer hochwertiges Hundefutter kaufen möchte, sollte nicht nur auf den Fleischanteil achten. Ebenso wichtig ist die Art der Herstellung und die Transparenz der Zutatenliste.

Schonend getrocknetes Hundefutter beziehungsweise Trockenbarf bietet vielen Hundehaltern eine praktische Möglichkeit, eine natürliche Ernährung mit einem unkomplizierten Alltag zu verbinden. Die einfache Lagerung, die lange Haltbarkeit und die übersichtliche Zusammensetzung machen diese Fütterungsform für viele Hundebesitzer interessant.

Letztlich gibt es nicht die eine richtige Fütterungsart für jeden Hund. Entscheidend ist, dass das Futter zu den individuellen Bedürfnissen des Tieres passt, hochwertig verarbeitet ist und aus nachvollziehbaren Zutaten besteht.

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